Sie öffnen Ihr E-Mail-Programm, doch Ihr Postfach bleibt unerreichbar: gesperrt, gehackt oder vom Anbieter abgeschaltet. Die alten Nachrichten sind jetzt nicht einmal das größte Problem. Sie brauchen einen Rücksetzlink für den Online-Shop, einen Bestätigungscode fürs Streamingkonto oder Hilfe beim Behörden-Login – alles geht an dieselbe tote Adresse. Auch bei Bankzugängen, die E-Mail zur Bestätigung nutzen, kann das fehlende Postfach den Weg versperren.

Wie kommen Sie wieder an Ihre anderen Konten, wenn ausgerechnet das Postfach dafür fehlt?

„Ich kenne doch meine Passwörter“ – reicht das nicht?

„Ich kenne meine Passwörter. Dann melde ich mich eben an und ändere die hinterlegte E-Mail-Adresse.“ Dieser naheliegende Ausweg scheitert, sobald ein Dienst beim Anmelden einen Bestätigungscode an die alte Adresse schickt. Sie kommen gar nicht erst hinein, um etwas zu ändern. Die Funktion „Passwort vergessen?“ hilft dann genauso wenig: Ohne Zugriff aufs Postfach bleibt der Rücksetzlink unerreichbar.

Damit kann eine einzige Sperre eine ganze Kette blockierter Zugänge auslösen. Während Sie Kundendienste kontaktieren und Ihre Identität nachweisen müssen, laufen kostenpflichtige Verträge weiter; wichtige Fristen warten ebenfalls nicht. Eine Sicherung alter E-Mails rettet zwar Ihre Unterlagen, aber keinen neu eintreffenden Bestätigungscode.

Der wahre Wert Ihrer E-Mail-Adresse liegt also nicht nur in den gespeicherten Nachrichten. Sie ist der Generalschlüssel zu Ihrem digitalen Leben – und wenn der Anbieter die Adresse kontrolliert, haben Sie diesen Schlüssel nur gemietet.

Wem gehört Ihr Postfach wirklich?

Nach Angaben von Gerichtsmitarbeitern schaltete Microsoft 2025 das E-Mail-Konto des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC), der in den USA nicht wohlgelitten ist, infolge von US-Sanktionen ab; Microsoft wies später Berichte zurück, es habe seine Dienste für den ICC eingestellt.

Genau diese Macht eines US-Anbieters über einen Dienst in Europa ist das Problem. Ein US-Anbieter muss sich US-Recht und US-Druck beugen, und ein Vertrag schützt nicht davor.

Digitale Souveränität bedeutet deshalb auch, wichtige Anbieter ersetzen zu können. Auch europäische Institutionen wechseln inzwischen von US-Anbietern zu Alternativen.

Bei kostenlosen E-Mail-Adressen geht es um mehr als die bekannte Debatte „kostenlos gegen Daten“. Der eigentliche Preis ist die Abhängigkeit – und die verschwindet auch durch Bezahlen nicht, solange die Adresse an den Anbieter gebunden bleibt.

Eigene Adresse, ohne eigenen Server

Entscheidend ist der Name hinter dem @-Zeichen. Gehört er dem Mailanbieter, können Sie Ihre Nachrichten mitnehmen, aber nicht die Adresse. Registrieren Sie stattdessen eine eigene Domain, also einen Internetnamen wie ihrname.de, können Sie eine Adresse wie Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. verwenden. Eine Website brauchen Sie dafür nicht.

Der unkomplizierte Weg ist ein Paket aus Domainregistrierung und Mailhosting – dem Betrieb Ihres Postfachs. Wählen Sie ein Angebot, das sich automatisch einrichtet. Achten Sie außerdem darauf, dass Ihr Anbieter SPF und DKIM für Ihre eigene Domain automatisch einrichtet und verwendet. Sie müssen nicht wissen, was das ist – nur, dass der Anbieter die technischen Einzelheiten übernimmt. Diese Verfahren helfen empfangenden Maildiensten, echte Nachrichten von Fälschungen zu unterscheiden, und senken das Risiko, dass Ihre Post beim Empfänger im Spam landet.

Sie müssen keinen Server betreiben und keine technischen Einstellungen zusammensuchen. Lesen und schreiben können Sie wie gewohnt in Ihrem E-Mail-Programm oder im Browser.

Lassen Sie sich selbst als Domaininhaber eintragen. Die Registrierung kostet laufende Gebühren und muss verlängert werden; automatische Verlängerung und aktuelle Zahlungsdaten sorgen dafür, dass Sie das Nutzungsrecht an Ihrem Namen behalten.

Sie mieten weiterhin einen Briefkasten, aber die Adresse auf dem Schild gehört jetzt Ihnen.

Wird der Anbieter unzuverlässig oder der Kundendienst unbrauchbar, ziehen Sie mit Ihrer Domain und derselben E-Mail-Adresse zu einem anderen Anbieter. Ihre Kontakte müssen nichts ändern; auch die bei Shops und anderen Diensten hinterlegten Adressen bleiben gleich. Alte Nachrichten sichern oder übertragen Sie gesondert. Beim Wechsel kann der E-Mail-Empfang vorübergehend unterbrochen sein, aber Ihre Adresse lässt sich beim neuen Anbieter weiterverwenden. Stellen Sie dabei vor jeder Kündigung sicher, dass Ihre Domain separat weitergeführt oder zum neuen Anbieter übertragen wird, damit Sie sie nicht versehentlich mit dem alten Paket verlieren.

Ihre Domain hängt also nicht am Fortbestand des bisherigen Anbieters.

Zwei Vorteile sind dabei zu unterscheiden. Die eigene Domain sorgt dafür, dass Ihnen die Adresse gehört – das nützt sogar dann, wenn Ihr Postfach bei einem US-Anbieter liegt. Ein Anbieter im eigenen Land oder in der EU ist ein zweiter, davon unabhängiger Vorteil.

Der Anbieter sollte auch rechtlich erreichbar sein

Für den zweiten Vorteil zählt nicht die Technik, sondern der Firmensitz. Wählen Sie einen Anbieter in Deutschland oder einem anderen EU-Land, der nicht zu einem US-Konzern gehört und seine Mailtechnik selbst in der EU betreibt. Ein Server in Frankfurt allein genügt nicht: Gehört der Betreiber einem amerikanischen Konzern oder ist das hiesige Unternehmen bloß Wiederverkäufer eines US-Maildienstes, bleibt die Bindung an US-Recht bestehen.

Bei einem unabhängigen EU-Anbieter entfällt diese Konzernabhängigkeit. Die Datenschutz-Grundverordnung gilt für Ihre personenbezogenen Daten ohnehin; der Vorteil liegt darin, dass sie sich leichter durchsetzen lässt und Sie einen greifbaren Vertragspartner haben. Im eigenen Land ist dieser juristisch erreichbar. Bei einer unberechtigten Kontosperre können Sie vor einem heimischen Gericht klagen und in dringenden Fällen eine einstweilige Verfügung beantragen – eine schnelle, vorläufige gerichtliche Anordnung, die allerdings nicht automatisch folgt. Das ist ein konkreter Hebel, nicht bloß eine freundliche Bitte an ein Supportformular. Die eigentliche Lösung dieses Artikels bleibt aber, wechseln zu können, statt klagen zu müssen.

Welche Anbieter gibt es?

Solche Domain- und Mailpakete bieten Allround-Anbieter an, ohne dass diese Liste Anspruch auf Vollständigkeit erhebt. Zu den großen Massenanbietern zählen IONOS, Strato und 1&1. Sie sind günstig, oft ist das Mailhosting im ohnehin gebuchten Domain- oder Webpaket schon enthalten, und Sie bewegen sich preislich in der Größenordnung weniger Euro im Monat. Bei diesen Komplettpaketen liegen Domain und Postfach beim selben Anbieter und werden zusammen automatisch eingerichtet – das ist der besonders bequeme Weg.

Daneben gibt es Anbieter, die den Datenschutz besonders in den Mittelpunkt stellen und ihre Server in Deutschland oder der EU betreiben. Sie bieten mehr Datenschutz, verlangen aber etwas mehr Aufwand: Die eigene Domain registrieren Sie separat und verbinden sie anschließend über DNS-Einträge mit dem Maildienst. mailbox.org aus Deutschland arbeitet DSGVO-konform und unterstützt eigene Domains ab dem größeren Tarif; der kleinste Tarif tut das nicht. Die separat registrierte Domain kostet zusätzlich. Proton Mail aus der Schweiz ist besonders datenschutzorientiert und unterstützt eigene Domains in den bezahlten Tarifen; für klassische Desktop-Mailprogramme kommt dort zusätzlich eine eigene Software hinzu, die Proton Mail Bridge.

Die Schweiz ist kein EU-Mitglied, gilt aber als Land mit angemessenem Datenschutzniveau, und ein rein schweizerischer Anbieter unterliegt nicht unmittelbar US-Recht. Daher ist Proton Mail eine weitere sinnvolle Option neben Anbietern innerhalb der EU.

Achten Sie allerdings darauf, dass Ihr Wunschanbieter eigene Domains überhaupt zulässt, denn nicht jeder besonders datenschutzstarke Dienst tut das. Posteo aus Deutschland etwa ist günstig und datenschutzstark, bietet aber bewusst keine eigenen Domains an – wer die eigene Adresse will, ist hier also an der falschen Stelle.

Denken Sie an das Verwaltungskonto selbst

Eine Falle bleibt bestehen: Dieselbe Rücksetz-Sperre wie beim Postfach kann auch beim Kundenkonto Ihres Domain- und Mailanbieters zuschnappen. Hinterlegen Sie für dieses Verwaltungskonto deshalb eine unabhängige Wiederherstellungsadresse – nicht dieselbe, die daran hängt – und halten Sie die eingetragenen Inhaberdaten Ihrer Domain aktuell. So verlieren Sie nicht die Kontrolle über den Zugang, der Ihnen alle anderen sichern soll.

Der erste Wechsel darf in Ruhe passieren

Zur eigenen Domain wechseln Sie am besten, solange das alte Postfach noch funktioniert. Lassen Sie beide zunächst parallel laufen und hinterlegen Sie die neue Adresse nach und nach bei Ihren Konten, beginnend mit den wichtigen Zugängen. Informieren Sie Ihre Kontakte und prüfen Sie, ob Nachrichten ankommen. Diese einmalige Adressänderung ist der Aufwand beim Einstieg – bei späteren Anbieterwechseln bleibt Ihre Adresse dann gleich.

Nehmen Sie Ihre Adresse mit einer eigenen Domain selbst in die Hand und lassen Sie das Postfach bei einem Anbieter im eigenen Land betreiben. Damit bleibt der Dienstleister austauschbar, ohne dass Sie jedes Mal Ihr digitales Leben ummelden müssen. Sie brauchen keinen perfekten Anbieter mehr – Sie brauchen die Freiheit, ihn zu wechseln.

Teilen Sie gern in den Kommentaren, welche Erfahrungen Sie mit einem E-Mail-Umzug gemacht haben – bitte ohne Ihre E-Mail-Adresse zu veröffentlichen.

Kommentare

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Michael
Gestern
Böse Falle...
Sofort alternative Mailadresse eingerichtet, DANKE!
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Martin
Gestern
Um ehrlich zu sein, hatte ich mir bisher tatsächlich keine Gedanken zu der Problematik gemacht, daher vielen Dank für die hervorragende Information. Lediglich als ein bekannter deutscher Anbieter, bei dem ich meine Haupt-Mailadresse hatte, des öfteren wochenlang nicht erreichbar war, wechselte ich meine Mailerreichbarkeit zur Konkurrenz. Daher bin ich für eure Tipps sehr dankbar. Ich werde das Problem jetzt mal in Ruhe angehen.
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Franky
Gestern
Hatte auch ich so nicht auf dem "Radar".

Einfach sauber...

Eure "Freitags Punkt 12" sind der Hit 👍👍👍
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Sven
Gestern
Ja, das beschriebene kann passieren. Ich habe bei zwei Anbietern ein eMail Konto. Bisher ist seit ca. 30 Jahren noch nichts geschehen. Alles noch da. Wobei ich meine Mails eines Kontos lokal auf der Festplatte (nicht die C: Systemplatte) lagere. Damit kann ich leicht periodisch lokal Backup machen.
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Kiesi
Gestern
Was ist möglich, wenn man einen eigenen NAS betreibt?
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SoftMaker
Gestern
Mit der IP-Adresse eines ISP (Telekom, 1&1 etc.) können Sie praktisch keine E-Mails verschicken, weil alle großen Anbieter E-Mails mit "residential IP" (Privatkunden-IP) ablehnen.
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Tom
Gestern
"residential IP" ist auch sehr interessant
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Andreas
Gestern
Stimmt, da der Endkunde eines Internet-Anbieters alles 24 Std. eine neue IP-Nummer (dynamische IP/24 Std. Zwangstrennung) zugewiesen erhält.
Eine Sicherheitsmaßnahme für Mailserver ist es, das sie eine feste IP haben, sonst könnten Spammer über einen festen Mailserver-Namen (DNS-Record), aber unter abweichenden IP-Nummern, Mails verschicken.
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Claus
Gestern
Der Reverse Eintrag ist es. Der passt nicht bei Dynamischer IP.
Wenn man keinen passenden Reverse Eintrag hat, nutzt auch eine feste IP nichts.
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Andreas
Gestern
Die Frage ist etwas schwammig ;-)
Mit einem NAS kannst Du deine lokalen Mails(-Order/Dateien) als Backup oder Kopie speichern.
Windows-Anmwendern kann ich nur das Programm "MailStore Home" empfehlen.
Eine wirklich gute Sache.
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Dieter
Gestern
Für die Email-Archivierung ist auch Vanderplanki für Windows, Mac und Linux bestens geeignet: https://www.vanderplanki.com/de/
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Klaus
Gestern
Theoretisch möglich, aber weder einfach noch wirklich empfehlenswert.

Erstmal ist es garnicht so einfach, dass so einzurichten, dass professionelle Anbieter die NAS als legitimen Absender akzeptieren, und nicht automatisch alle mails von dort als Spam klassifizieren (Lösung wäre zB ein SMTP-Relay-Dienst oder einen VPS mit WireGuard )

Ausserdem wählt man ja eine separate Domain um die Sicherheit zu erhöhen. Und eine privat gepflegte NAS wird nie so sicher sein wie ein professionell betreuter EMail Dienst.
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Peter
Gestern
Und schon wieder etwas gelernt.

Euer "Freitag Punkt 12" ist einfach wöchentliche Pflichtlektüre.
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Peter W.
Gestern
Bin absolut gleicher Meinung!
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Helmut
Gestern
habe eine Domain über 1&1 registriert und über diese Domain bei 1&1 etliche Emailadressen. Die leite ich dann auf meine Gmail, Yahoo und neuerdings auch Posteo Adresse weiter. Solange 1&1 nicht zumacht sollte es da doch kein Problem geben. Yahoo hatte ich zusätzlich zu Gmail, damit ich meine Mails auch in China lesen konnte, geht aber inzwischen auch nicht mehr, weder Google noch Yahoo. Beim nächsten mal versuche ich es dann mit Posteo.
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Tom
Gestern
Von der Firma test/Stiftung Warentest gibt es einen Testbericht, für 4,90 €

Oben "Testergebnisse" anklicken.
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Michael
Gestern
Sehr gut, bekannt, dennoch wichtig als Wiederholung. Und eine Mailadresse bei einer anderen Domain ist sehr wichtig für‘s Code zuschicken.
Freitag Punkt 12 ist prima!
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Gerhard
Gestern
Hallo, eins ist nervig bei einer eigenen Domain, man kann die Adresse des Domain Inhabers nachschauen. Damit können sich Inkasso Büros mit nie abgeschlossen "Abo's" sehr nervig werden.
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Andreas
Gestern
Hallo Gerhard,
wie soll das gehen?
Früher konnte man per whois-Befehl sich die Adresse des Domain-Inhabers anzeigen lassen.
Das geht aber schon lange nicht mehr.
Oder habe ich (technisch) etwas verpasst?
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Gerhard
Gestern
Hallo - aktuell nicht mehr aber vor 2026.
kann man die Anschrift eines Domain Inhabers bekommen

Schnelle Antwort
Ja, die Anschrift des Domaininhabers ist unter bestimmten Voraussetzungen öffentlich einsehbar, wobei dies stark vom Inhabertyp und der Domainendung abhängt.

Bei .de-Domains (verwaltet von der DENIC) gelten seit Januar 2026 folgende Regeln:

Juristische Personen (Unternehmen, Vereine, Organisationen): Ja, Name, Anschrift, E-Mail und Telefonnummer sind öffentlich sichtbar.
Natürliche Personen (Privatpersonen): Nein, die Anschrift bleibt aus Datenschutzgründen geschützt und ist nicht öffentlich einsehbar.
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Andreas
Gestern
Ich habe als System-Admin viel mit Azubis und Studenten zu tun.
Viele haben Gmail, Outlook, Facebook odert Icloud.
Datenschutz-mässig ist das eine Voll-Katastrophe:
Die US-amerikanischen Firmen müssen der US-Regierung und ihren diversen Diensten einen "General-Schlüssel" ausstellen, so das sie auf den kompletten Datenverkehr zugreifen können.
Nach 3 Jahren Ausbildung wissen die US-Behörden mehr über den Azubi als er selbst ..
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Klaus
Gestern
Ist schon lange nicht mehr so, und seit NIS2 für EU domains sogar verboten
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fe
Gestern
Dieses Problem habe ich tatsächlich jahrelang "man könnte ja..." vor mir hergeschoben und anderen "kluge" Ratschläge gegeben.
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Klaus
Gestern
IONOS, Strato und 1&1 sind alles Marken der gleichen Firma, United Internet.
Es gibt je nach Bedürfnis jedeMenge andere deutsche Anbieter, einfach mal suchen.

Ich selbst habe nur die Domain separat "gekauft", das mailpostfach läuft über mailbox.org
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Krempel
Gestern
Dabei bitte auch beachten, dass zumindest einige europäische Domainanbieter sich das Thema email extrem einfach machen und diesen Teil über outlook365 abwickeln.
Dann hat man zwar seine eigene Domain, aber technisch wird's auf einmal doch wieder durch Microsoft-Server geleitet.
Da stolpere ich bei Kunden immer wieder drüber
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Herbert Günther
Gestern
Einfach toll, euer Freitag Punkt 12.
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Otho
Gestern
Für Schweizer sind Infomaniak, cyon oder hostpoint etc. gute Adressen.
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Therion
Gestern
Ich habe mir schon vor einigen Jahren eine eigene Domain mit eigenem Mail-Server angeschafft, nachdem mein (lokaler) Anbieter seinen E-Mail-Service eingestellt hatte.
Positiver Nebeneffekt: Ich hinterlege jetzt bei jeden (online-) Service eine eigene E-Mailadresse und sammle die Mails per 'Catch All' in meinem Hauptpostfach. Wenn eine Adresse kompromittiert werden sollte, kommt diese auf die Blacklist.
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Daniel
Gestern
Es fehlen bei diesem Artikel einige wichtige Informationen – die etwa schon hier diskutiert wurden: https://www.kuketz-forum.de/t/welche-email-anbieter-sind-empfehlenswert/17377/4.

Kurz gefasst etwa, ob, wann und unter welchen Umständen ein E-Mail-Anbieter eine bereits verwendete E-Mail-Adresse neu an fremde, neue Nutzende vergibt. mailbox.org etwa erlaubt (bis jetzt) eine Neuregistrierung bereits vergebener E-Mail-Adressen nach einiger Zeit wieder. Gmail und Tuta (bis jetzt) nicht – gelöschte E-Mail-Adressen können niemals wieder von neuen Nutzenden registriert werden.

Und wichtig: Es ist auch nicht möglich, eine eigene Domain auf ewig zu verbuchen: Auch hier könnte die gleiche E-Mail-Adresse wieder von ganz jemand anderem genutzt werden.

All das fehlt hier und ist zumindest für mich das Allerwichtigste.
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Hans Kolpak
Gestern
Seit 2007 betreibe ich einen Domain-Robot in Regensburg und vermiete Speicherplatz mit Mailserver. Bei Bedarf setze ich das Passwort des Kunden zurück. Das Rechenzentrum befindet sich in Zürich.

Die E-Mail-Adresse soll für den Kunden werben, für niemand sonst!
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Robi
Gestern
Super Artikel, kann jeden das nur sehr raten. Ich selber habe als Privatperson bereits seit vielen Jahren genau so eine Konstellation. Eigene Domain (~15,- / Jahr) mit einem hier nicht aufgezählten Hoster aus D. Die Email mit unbegrenz Konten und insgesamt 10GB Speicher kostet 1,9 pro Monat. Das ist es mir Wert.
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Martin
Gestern
Bei 1&1 gibt es auch europäische Freemailer, gmx und web.de. Habe ich als Notadresse, neben meinen eigenen Domains (bei OVH in Frankreich, die haben auch deutsche Server)
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Klaus-Dieter
Gestern
Für die Schweiz https://www.infomaniak.com/de, auch noch günstig.Für einen 10er im Jahr gibt es kostenlos mit der Domain

kSuite
Die ethische Collaboration-Lösung
1 benutzerdefinierte E-Mail-Adresse
15 GB Cloud-Speicherplatz
1 statische Webseite
und noch ein paar mehr Services.
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Guido
Gestern
Seit vielen Jahren zufriedener Kunde bei posteo.de.
Der Preis von 1 €/Monat ist seit vielen Jahren unverändert.
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Seegal Galguntijak
Gestern
Ich habe beim deutschen Mailanbieter GMX eine 6-stellige Kundennummer, aus dem Jahr 1998, über die dort im Jahr 2000 oder 2001 eingerichtete Adresse erreichte mich auch der Newsletter mit dem Hinweis zu diesem Blogartikel. Dennoch ist das nicht meine Hauptadresse, sondern ich habe - ebenfalls zuerst 1998 registriert, dann aber 2003 verloren - auch eine eigene Domain. Die dann 2003 zurück zur deNIC, weil ich in der Zeit kein Interesse daran hatte. Dann war sie von "Domaingrabbern" registriert, die sie mir zurückverkaufen wollten (wohlgemerkt: Die Domain beinhaltet meinen Namen und den Anfangsbuchstaben des Vornamens, also wenn ich Karl Meyer hieße, wäre es kmeyer.de - keine Ahnung, wem diese Beispieldomain gehört, meine ist es nicht). 2007 oder so war die Domain dann aber wieder frei und ist seitdem in meinem Besitz. Dennoch war einmal ein umständlicher Hoster-Wechsel nötig, weil das damalige Billig-Unternehmen einfach zu unseriös war (obwohl eine deutsche Firma), seitdem bin ich bei einem guten Hostingungernehmen, was nicht ganz so riesig ist wie die im Artikel genannten "Ramsch-Konzerne", dafür aber relativ professionell (wobei die sich in den letzten Jahren wohl leider in Richtung Windows-Zentrierung bewegt haben, was natürlich katastrophal ist, da ich von dieser Anwenderbelästigungsschafsoftware seit 20 Jahren weg bin und auf freie Software setze, über die ich selbst die Kontrolle habe).
Bei der Konzernschwester web.de habe ich seit 2003 oder 2004 auch noch eine Adresse, die ich - ähnlich wie die Adressen des GMX-Postfaches - nur sehr selten benutze, bzw. nur für Dinge, die weniger wichtig sind.

Und dennoch ist es so, dass ich mit meiner Mailadresse irgendwann in den frühen 00er Jahren mal zu viel Schindluder getrieben habe (damals war für mich noch nicht absehbar, dass die Spam- und Datenhandels-Problematik im Internet mal so groß werden würde, zumal die ganze Kommerzialisierung eigentlich nur als unliebsamer Nebeneffekt wahrgenommen wurde, aber heute ist das Internet ja einfach nur kaputt). Und deshalb habe ich heute, ein Vierteljahrhundert später, immer noch massenhaft Spam-Mails und Mails mit meiner eigenen Adresse als gefälschtem Absender. Klar, dank Catch-All-Funktion könnte ich auch beliebige andere Adressen nehmen, aber da sind wir dann wieder bei der Bequemlichkeit: Die Adresse ist halt auch bei allen möglichen wichtigen Webdiensten als Anmeldeadresse hinterlegt, und würde in jedem Fall aktiv bleiben müssen. Während ich auf den seltenst genutzten Adressen bei GMX und webde kaum Spam bekomme, bzw. nur das, was durch diese Kostenlos-Anbieter selbst verschickt/veranlasst wird (oder die haben gute externe Spamfilter, so dass ich hinter einem POP3-Mailclient der die Mails ausschließlich lokal speichert nichts davon mitbekomme, IMAP ist meiner Meinung nach eher für vorübergehende Zwecke wie am Smartphone geeignet)...

So hat halt alles seine Vor- und Nachteile...
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Oliver
Gestern
seit ca. 20 Jahren eigene Domain, Email Server bei einem kleinen Deutschen Provider.
1. Kategorie: Domain-Email nur für die ganz wichtigen Kontakte wie Banken, Versicherungen und Behörden benutzen.
2. Kategorie: Seriöse Dienste wie z.B. Mailbox.org für die zweit Wichtigsten Kontakte, wie Shopping usw.
3. Kategorie: alles andere mit ALIASE-Server Diensten wie z.B. simple.login oder addy.io oder, oder,...
Hört sich kompliziert an? Nö! Viel Aufwand? Gering! Effekt? Bin zufrieden! Spam? Äusserst selten!
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Sanders
Gestern
Naja die Schweiz hat aber seit 1973 ein Rechtshilfe Vertrag und kann über Gericht Daten Verlangen. Das ist Proton schon mal passiert, Heise hat darüber Berichtet. Da die Mail Fächer verschlüsselt sind, kommt Proton dort nicht direkt dran und konnte somit nicht direkt Daten weiter geben. Was aber sehr wohl ging waren Metadaten und die mussten sie dann an die USA weiter geben.

Aber Danke für den schönen Bericht, eine Hilfe ist er trotz allem :)

Gruß
Sanders
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